Handwerksbetriebe Marktplatz Service Handwerkerbereich
eMail Impressum Hilfe
Suche in unserer Datenbank:
 

 



www.tchibo.de

News aus Deutschland

<< Vorherige | Übersicht | Nächste >>

14.06.2018 | 14:00 Uhr

GTÜ testet acht Oldtimer-Batterien (FOTO)

GTÜ testet acht Oldtimer-Batterien (FOTO) Stuttgart (ots) -

Die Optik stimmt - nur bei der Leistung hapert es

Zum authentischen Motorraum eines Old- oder Youngtimers gehört
eine Oldtimer-Starterbatterie. Die GTÜ Gesellschaft für Technische
Überwachung hat zusammen mit Auto Bild Klassik acht solcher Batterien
mit 12 und 6 Volt zu Preisen zwischen 88 und 298 Euro im Testlabor
unter die Lupe genommen - mit erstaunlichen Ergebnissen.

Ein Blick in den Motorraum lässt keine Zweifel: Alles ist
originalgetreu, alles sitzt am richtigen Fleck. Nur die moderne,
wartungsfreie Starterbatterie mit ihrem modernen Kunststoffgehäuse
passt nicht ins Bild. Alternativ bietet der Handel spezielle
Oldtimer-Starterbatterien an. Ihre Optik mit außen liegenden
Zellverbindern, Nachfüllöffnungen mit Verschlussstopfen und schwarzem
Kunststoffgehäuse ist den historischen Vorbildern nachempfunden. Für
ihr Innenleben nutzen sie hingegen aktuelle Blei-Säure-Technik.

Die Riege der Testkandidaten setzt sich aus je vier Batterien mit
12 Volt und 6 Volt Spannung zusammen. Jeweils zwei Batterien besitzen
annähernd dieselbe Kapazität. Unter den 12-Volt-Akkus sind das die
Batterien der Anbieter FAW und Keckeisen (intAct Oldtimer-Power) mit
einer Kapazität von je 60 Ah sowie Bosch (Classic) mit 44 Ah und
Limora mit 48 Ah. In die Gruppe mit 6 Volt fallen Varta (Classic) und
Banner mit je 84 Ah sowie Panther und Langzeit mit je 66 Ah
Kapazität. Bei den Messungen im Labor interessierte uns vor allem die
Kapazität sowie das Verhalten bei Kaltstart und nach Tiefentladung.

Erste Überraschung: Ausgerechnet der Kandidat mit dem höchsten
Preis, die 12-Volt-Batterie von Limora für 298 Euro, quittierte mit
einem Komplettausfall bereits nach dem zweiten Ladezyklus ihren
Dienst. Für die Limora war der Test an dieser Stelle beendet.
Mustergültig zeigte sich hingegen der Testsieger mit 12 Volt, die
intAct von Keckeisen. Entsprechend ihrer günstigen Ausgangslage,
einer Kapazität, die nach dem ersten Laden um 19 Prozent über dem
Nennwert lag, glänzte sie auch in den restlichen Disziplinen mit
guten Ergebnissen (siehe Tabelle). Nach Erstladung über dem Nennwert
(plus 10 Prozent) lag ebenso die Kapazität der Varta Classic,
Testsieger unter den Batterien mit 6 Volt. In den Disziplinen
"Kapazität", "Kaltstart" und "Tiefentladung" holte sie jeweils die
volle Punktzahl. Die restlichen Testteilnehmer erreichten nach dem
ersten Laden hingegen Kapazitäten, die zwischen 5 und 29 Prozent
unter den von den Herstellern angegebenen Werten lagen.

Recht unterschiedliche Resultate lieferten die
Oldtimer-Spezialisten bei der Kaltstartprüfung. In der Klimakammer
mit minus 20 Grad Celsius wird dabei innerhalb von 30 Sekunden ein
Strom von 100 Ampere abgerufen. Nach 60 Sekunden Pause folgt der
nächste Zyklus. Besonders standfest zeigten sich hier die Kandidaten
mit 6 Volt. Die Varta Classic ließ die Prozedur ganze 22 Mal über
sich ergehen, die Langzeit auf dem zweiten Rang 20 Mal. Unter den
Teilnehmern mit 12 Volt brachte es die intAct auf 15 Zyklen, die
Bosch auf dem dritten Rang gab bereits nach zwei Kaltstarts auf.

Ins Grübeln kamen die GTÜ-Tester angesichts des Zustands, in dem
zwei per Internethändler gelieferte Testkandidaten im Labor ankamen.
Die nach dem zweiten Ladezyklus ausgefallene Limora mit 12 Volt
zerbröselte an den Gehäuseecken, kleinere Teile waren abgebrochen.
Auf dem Gehäuse der 12-Volt-Batterie von Bosch fanden sich Rückstände
eines alten oder anderen Etiketts.

Alles in allem gilt: Wer Wert auf lückenlose Authentizität im
Motorraum legt, wem eine wartungsfreie Starterbatterie mit hellem
Gehäuse im historischen Fahrzeug ein Gräuel ist, kommt an einer
Oldtimer-Batterie nicht vorbei. Hingegen sind Befürchtungen, dass
sich alte, mechanische Lichtmaschinenregler nicht mit aktuellen
Blei-Säure-Batterien vertragen, unbegründet. Wer die Optik unter der
Motorhaube hingegen aus pragmatischem Blickwinkel betrachtet, ist mit
einer konventionellen, wartungsfreien und in der Regel preiswerteren
Blei-Säure-Batterie besser bedient, so der Rat der GTÜ-Experten.



Pressekontakt:
GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH
Hans-Jürgen Götz · Leiter Unernehmenskommunikation
Fon: 0711 97676-620 · Fax: 0711 97676-609
E-Mail: hans-juergen.goetz@gtue.de · http://presse.gtue.de

Original-Content von: GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung GmbH, übermittelt durch news aktuell

Quelle: http://www.presseportal.de

<< Vorherige | Übersicht | Nächste >>


Haftungshinweis: Der Betreiber dieser Webseite übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der News. Die Verantwortung hierfür liegt ausschließlich beim Autor bzw. bei der Person bzw. dem Unternehmen, welches in der Quellenangabe/im Pressekontakt angegeben ist.